Morgen ist Sylvester und dann sind Jahr und Jahrzehnt schon wieder vorbei (Anmerkung: Der Zeitpunkt dieses Textes ist Montag, 30. Dezember 2019). Traditionell blickt man ja an den letzten Tagen nochmals auf des Jahr zurück. Also wie war nun mein 2019? Antwort: Einmal alles neu, Bitte.

Wie jetzt? Einmal alles neu? Also angefangen hat alles wie immer. Naja, fast. Denn eines war klar: Das nächste Weihnachten soll im neuen Zuhause stattfinden. So war zumindest der Plan – und mein Versprechen an die bessere Hälfte. Um’s vorweg zu verraten: Ich habe mein Versprechen einhalten können. Aber die Fußleisten, die fehlen immer noch.

Aber hier ging’s ja ums Mountainbiken, also zurück auf Start. Apropos Start: Die Teilnahme an den 24h von Duisburg war ja wieder gesetzt. Und an meinem Fuhrpark hat sich – erstaunlicherweise – über den Winter auch nicht viel geändert. So begann das Jahr auch so, wie’s endete. Die Bikes – abwechselnd das Rose Uncle Jumbo oder das Thrill Hill –  wurden ins Auto geschmissen und zur Halde Hoheward kutschiert. Nach meinen Runden über den XC-Rundkurs ging’s wieder retour nach Hause.

Die eine oder andere Tour brachte Abwechslung in diese Routine rein. Und 2019 schien das Jahr der Touren zu werden. Die erste Tour fand recht früh statt, als das Jahr noch ganz jung war. Im Januar umrundete ich die winterliche Nordschleife. Im April folgte eine Tour über drei Halden im westlichen Ruhrgebiet. Im Mai fand dann das Highlight des Jahres statt: Wir Biker um Bike or Die buchten ein großes Ferienhaus in der Eifel und saßen zwei Tage lang im Sattel. Nur wenige Wochen danach ging’s mit Mountainbike-Ruhrgebiet auf die 7-Halden-Tour, allerdings in der XL-Variante. Die 24h von Duisburg waren dann das (vorläufige) Finale. Ab nun sollte alles anders werden.

Zwei Dinge änderten sich: Wir bekamen im August den Schlüssel für unser Häuschen. Nun hieß es Abbruchhammer statt Halde. Der Zeitplan war eng, da blieb keine Zeit für’s biken. Außerdem löste sich unser Team nach dem Rennen auf. Dies in Verbindung mit meinen Erfahrungen bei den Touren brachte mich dazu, über die Sinnhaftigkeit meines Fuhrparks nachzudenken. So trennte ich mich von Enduro und XC-Fully zugunsten eine 29er-Fullys und einem Trailbike. (Dazu aber später mehr im Detail.)

Nach Monaten und Wochen, die wir mit Bauen, Räumen, Aus-, Um- und Einziehen beschäftigt waren, fand ich im November endlich die Zeit, meine neue Gegend zu erkunden. So ganz neu war mir die Umgebung nicht, denn wir wohnen keine zwei Kilometer von der Halde Hoheward entfernt. Was aber noch besser ist: Die Trails beginnen fast hinter dem Haus.

Für 2020 wird also vielen anders. Ich kann wieder spontan auf’s Rad springen um – mal eben – eine Runde zu drehen. Auch der kleine Anverwandte hat schon herausgefunden, dass sein Lieblingscafé auf dem Ewald-Gelände mit dem Bike erreichbar ist. Und die Fahrt ins Büro soll unter 45 Minuten machbar sein – natürlich über den landschaftlich schönere Weg.