Sport während Lockdown weiterhin möglich

Der Lockdown – festgelegt in der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) mit Gültigkeit ab dem 16. Dezmeber 2020 – bringt weitere Einschränkungen mit sich. Darunter fiel in der neuen Verordnung auch die Ausnahme weg, welche den Individualsport im öffentlichen Bereichen erlaubte. Das Land NRW gab auf Rückfrage jedoch Entwarnung: Sport sei auch während des aktuellen Lockdowns weiterhin möglich – wenn auch nur alleine oder zu zweit.

Ich gehöre zu den Menschen, die sich – alleine  schon aus beruflichen Gründen – immer mit der Coronaschutzverordnung auseinander setzen. Wer darf nun was, wie und wann überhaupt. Das Land NRW veröffentlichte am heutigen Dienstag (15.12.2020) die Coronaschutzverordnung, in der die Details zum zweiten Lockdown enthalten sind. Vieles ist bekannt – wie zum Beispiel der Mindestabstand oder die Kontaktbeschränkungen. Jedoch fiel mir ein Detail auf, oder eher, dass dieses nicht mehr da war: Die Ausnahme und Regelung zur Ausübung des Individualsport war in der aktuellen Ausgabe der CoronaSchVO nicht mehr enthalten.

In der letzten Version (in der ab 9. Dezember 2020 gültigen Fassung) stand noch unter Paragraf 9, Absatz 1: „Ausgenommen ist der Individualsport allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes außerhalb geschlossener Räumlichkeiten von Sportanlagen. Als Individualsport gelten nur Sportarten, die keine Team- oder Kontaktsportarten sind, sondern im Regelfall als Einzelwettkampfsportart mit maximal einer Person als Spielgegner mit Mindestabstand ausgeübt werden (Joggen, Walken, Leichtathletik, Einzelgymnastik, Tennis und ähnliches).“ Viele Biker waren schon im November verunsichert, als der Teil-Lockdown in Kraft trat. Dort wurde dann immer dieser Absatz mit der Ausnahme des Individualsport zitiert.

In der jetzigen Version der Coronaschutzverordnung fehlte der Absatz komplett. Dort steht, dass „Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen ist unzulässig. Die für die in Satz 1 genannten Einrichtungen Verantwortlichen haben den Zugang zu der Einrichtung entsprechend zu beschränken (Paragraf 9, Absatz 1 CoronaSchVo).“ Für mich ist Mountainbiking nun mal Freizeitsport und somit verboten.

Nur ist das wirklich so? Nach dem ersten Schock (Anmerkung: Ich habe mich schon als illegaler Biker auf der Flucht vor der Polizei durch die Wälder und über den Halden gesehen) fragte ich einfach mal bei der Staatskanzlei des Landes NRW nach. Herr Kowalski von der Pressestelle gab Entwarnung und verwies auf die Pressemitteilung des Landes NRW vom Montag (14.12.2020): „Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist wie im Frühjahr auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen, wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt damit nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der freien Natur.“

Fazit: Alles gut – Zumindest aus Sicht der Sportler. Wir können weiterhin unserem Hobby nachgehen und im Winter raus. Naja, zumindest wenn das Wetter halbwegs mitspielt. Aber wenn wir uns wieder anfangen, über das Wetter aufzuregen, dann haben wir wirklich weniger Sorgen als sonst.

Glück auf!