XC-Rundkurs der Halde Hoheward

Mit diesem Text möchte ich meine Erfahrungen zu dem XC-Rundkurs auf der Halde Hoheward mitteilen. Ich übernehme keine Gewährleistung auf Genauigkeit und werde auch nicht haften, falls jemand sich – entgegen aller Vorsicht – dann doch mal weh tut. Ich verzichte auch auf Tipps zu Bremspunkten oder Kurvenlinien. Das sollte jeder für sich er-fahren.

Meine Runde beginnt am Parkplatz an der Himmelstreppe auf dem Gelände der Zeche Ewald. Die Namen der Streckenabschnitte sind meine eigene Erfindung. Da wird jeder seine Variationen haben.

Zubringer und Uphill 1:

Vom Parkplatz aus geht’s rechts auf den Zubringer. An der ersten Kurve geht’s links bergauf auf das Plateau. Auch wenn er nicht so aussieht: Dieser kleine Uphill kann sich etwas ziehen, also nicht schon auf den ersten Metern Vollgas geben. Oben angekommen kommt man auf der Balkon-Promenade raus, der man nach links folgt. Nach einem kurzen Stück findet sich der Eingang zum Trail auf der rechten Seite im Gebüsch. Den Biker erwartet hier der nächste Aufstieg. Der Weg ist jedoch steiler und der Untergrund gespickt mit Steinen und Wurzeln. Ich empfehle frühzeitig einen sehr kleinen Gang zu wählen und viel Druck auf das Vorderrad zu bringen. Am Ende geht’s nach links – und weiter bergauf. Man fährt zwar nun auf einem gepflasterten Weg, was ihn aber weniger steil macht.

Waldstück mit S-Kurven:

Der nächste Streckenabschnitt beginnt nach dem Uphill. Rechts geht der Trail weiter in ein kleines Waldstück. Wobei „Wald“ hier schon übertrieben ist. Der Weg ist schön eben und man kann entweder seine Beine hier etwas Erholung gönnen oder ordentlich Gas gaben. Am Ende warten zwei S-Kurven. Wenn man den Eingang in diese Kurvenkombination mit dem richtigen Schwung nimmt, kann man schön „im flow“ durch die Kurven ziehen.

Kleiner Uphill:

Nach den S-Kurven hält man sich links und folgt dem Trail wieder bergauf. DiesesTeilstück geht zwischendurch auch mal kurz bergab, so dass man hier schön flott nach oben ziehen kann. Am Ende rechts halten.

Downhill 1:

Nun geht’s endlich auch mal wieder bergab. Bis auf einen kleinen Kicker sind hier keine Herausforderungen an die Fahrtechnik zu erwarten. Die Tücke liegt am Ende des Downhill-Abschnitts. Die Auslaufzone ist eigentlich fast immer matschig. So haben sich in der Zeit dort zwei Linien gebildet. Einmal durch die Auslaufzone mitten durch (wenn man Pech hat) durch den Matsch. Die alternative Linie führt links am Hang entlang. Dieser fällt aber leicht nach rechts ab. Man sollte hier nicht zu schnell sein und einen sauberen Strich fahren, damit man nicht unfreiwillig nach rechts abbiegt. Kleiner Tipp: Wenn man sich vorher für diesen Weg entscheidet, dann schon beim Eingang in den Downhill frühzeitig in einen leichten Gang schalten.

Uphill 2:

So, ab jetzt geht’s erst einmal wieder bergauf. Der Trail schlängelt sich erst durch die das Grün der Halde und spuckt den Biker – nachdem es dann die letzten Meter noch einmal fies anzog – dann auf einem breiten Streifen Geröll aus. Der Weg geht weiter nach links – bergauf. Nächste Kurve wieder rechts – etwas weniger bergauf. Dann wieder links auf den Trail – und weiter bergauf. Hier kommt eine etwas enge Linkskurve, aber solange wie man den Blick auf den Trail hält, kommt man gut rum.

Die Achterbahn (Downhill):

Der nächste Streckenabschnitt – ich nenne ihn die Achterbahn – ist einer meine Lieblingsstücke. Nachdem die Trampelei nach oben vorbei ist, geht’s links herum auf eine Ebene unterhalb dem Hochplateau der Halde. Nun kommen wenige hundert Meter auf ebener Strecke mit einer herrlichen Aussicht. Ich nutze das Stück gerne um einfach mal kurz durchzuatmen und einen Schluck aus der Trinkblase zu nehmen. Die Einfahrt zur Achterbahn ist überschaubar und man kann’s schon Anfangs gut fliegen lassen. Etwa in der Mitte der ersten Abschnitts kreuzt ein Ablauf den Trail und ist mit Steinen versehen. Diese können bei Nässe – je nach Reifen – auch mal glitschig sein und sollten in einem 90-Grad-Winkel überfahren werden. Dann schlängelt sich der Trail etwas und hier kommen die ersten Anliegerkurven: erst nach rechts, dann nach links. Wichtig ist hier schon ein Blick auf den Fahrtweg, da im Ausgang der Kurven gerne mal Überraschungen wie Furchen oder loses Geröll lauern. Wenn man nun genug Schwung mitnimmt, kann man die leichte Erhöhung ohne Pedal-Tritt durchfahren. Nach einer Weggabelung folgt der Trail weiter mit einem Anlieger nach rechts. Hier ist Vorsicht geboten, da der Untergrund am Eingang und bei ausgefahrener Linie gerne mal lose ist. Vor der nächsten Kurve nach links haben sich mit der Zeit kleine Bodenwellen gebildet. Dummerweise genau im Bereich der Ideallinie. Wenn man nicht gerade über viel Federweg verfügt, dann empfehle ich vorab genau die Linie zu wählen. Sonst wird die Einfahrt in die Kurve unruhig. Wie schon im ersten Teil nun auch wieder viel Schwung mitnehmen, dann kann man mit viel Flow durch das letzte Stück fliegen. Zum Schluss kommt noch eine rechts-links Kombination und man ist schon unten angekommen. Kleiner Haken: Wenn man zu schnell in diese Kurvenkombination kommt, kann am Ende etwas der Weg ausgehen wenn man sich zu weit nach außen tragen lässt.

Uphill 3:

Nach der Achterbahn geht der Trail erst einmal entspannt geradeaus. Ich empfehle hier das Tempo anzuziehen, damit man mit genug Schwung den ersten Anstieg nehmen kann. Der hat’s nämlich in sich und hat nach den ersten Metern einen kleinen Regenlauf.